Die 1. Herrenmannschaft des TuS Scharnhorst hat die unverhoffte Chance Relegationsspiel genutzt und kann es kaum erwarten mit den Vereinsfarben in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga aufzulaufen. Nach dem letzten Meisterschaftsspiel vor den Osterferien ist man schon relativ früh und zufrieden in die spielfreie Zeit gegangen. Als man dann am 4. Mai, bereits nach dem ersten gewonnenen Relegationsspiel des TuS Borussia Höchsten um den Verbleib in der Bezirksliga, bei der lange geplanten Saisonabschlussparty realisiert hatte, das es wohl eine echte Chance auf ein Alles-oder-Nichts-Spiel um den Aufstieg in die Kreisliga geben könnte, konnte man im Kreise der vollständig erschienenen Mannschaft nur noch etwas für das Zusammengehörigkeitsgefühl tun, was man dann natürlich auch reichlich getan hat – für eine ausführlichere Vorbereitung war in der Kürze der Zeit nicht mehr viel Raum.

Sozusagen aus dem Stand kam es dann vier Tage später tatsächlich zum Showdown gegen die DJK Komet Dortmund, nachdem die Höchstener am Abend zuvor auch das zweite Relegationsspiel für sich entscheiden konnten.

Ob selbst die ganz Erfahrenen zu nervös waren, oder ob man einfach zu lange nicht mehr unter Wettkampfbedingungen angetreten war kann man nicht sagen, aber jedenfalls ließ man in der so wichtigen Anfangsphase vorne zu viele Chancen ungenutzt und erlaubte dem Gegner gleichzeitig einfache Tore aus der Mitte ohne wirklichen Körperkontakt zum Gegenspieler. Bei der ersten Auszeit lag man bereits mit 2:7 hinten und geriet sehr früh unter enormen Zugzwang.

Als die erste Verzweiflung sich gerade breit machen wollte, gelang es uns aber über die mannschaftliche Geschlossenheit Selbstvertrauen und Mut aufrecht zu erhalten und konzentrierter und zielgerichteter zu Werke zu gehen um Tor um Tor aufzuholen. Zur Pause lagen wir dann nur mit einem Tor hinten und das Endergebnis war noch völlig offen.

In der zweiten Halbzeit gab es dann einen Kampf auf Augenhöhe. Beide Teams spielten jeweils erfolgreich mit so viel Risiko wie nötig, um im Spiel zu bleiben. Die Folge war ein 27:27 Unentschieden nach 60 Minuten Spielzeit.

Die folgenden 2 x 5 Minuten waren mit Blick auf taktische Disziplin, wie auch Abschlussquote auf beiden Seiten der beste Part des gesamten Spiels, so dass es nach 70 Minuten mit 33:33 wieder Unentschieden hieß. Dass viele in der Halle den TuS sowohl zum Ende der regulären Spielzeit als auch zum Ende der ersten Verlängerung dichter am Sieg gesehen hatten als das Team von Komet, half für die nun folgende 2. Verlängerung nichts mehr und auch die Fehlerquote erhöhte sich mit zunehmender Erschöpfung dann doch deutlich.

So war es letztendlich dann auch ein Abspielfehler ohne Not, welcher der DJK 27 Sekunden vor Schluss beim 35:35 die klare Chance bot, sich sicher ins 7m-Werfen zu retten, wenn nicht gar zu gewinnen. Eine der vielen Torwartparaden brachte den TuS ohne Gegentor wieder in Ballbesitz und nach einem mit „Rot“ geahndeten taktischen Foul des Gegners 7 Sekunden vor Schluss, gelang es uns nur 3 Sekunden vor dem drohenden 7m-Werfen das Siegtor durch einem nach dem Anspiel schnell abgeschlossenen Freiwurf.

Der Rest ist Jubel und jeder der in der Halle war, wird diesen Krimi nicht mehr vergessen. Garant für den Sieg in einem Spiel mit (fast zu) vielen Fehlern war der Teamgeist. Insbesondere weil das Team diesmal nicht nur die Mannschaft, sondern auch der Fanblock war. Hier der Dank an alle lautstarken Unterstützer bis hin zu den Spendern von Bier und Barem.

Wir haben uns fest vorgenommen euch allen noch mit dem ein oder anderen, etwas weniger nervenaufreibenden Sieg an gleicher Stelle und in der Kreisliga zu danken. Man sieht sich!

 

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